SMS-Spenden setzt sich durch
Seit einem Jahr ist SMS-Spenden in der Schweiz möglich. Weihnachten 2011 dürfte sich der neue Spendenkanal etabliert haben. Eine Bilanz und US-Benchmarks.
SMS Spenden mit iPhone und andern Smartphones
Erst 2010 handelte die Initiative„FairGive“ im Namen grosser NPOs wesentlich günstigere und transparente Konditionen mit allen Telekom-Providern aus. „Endlich ist damit dieser Kanal für Spendenaktionen zu vertretbaren Kosten wirklich zugänglich“, meldet der Berufsverband Swissfundraising zufrieden.
SMS-Spenden erstmals bei "Jeder Rappen zählt"
Seit Ende 2010 bietet getunik die nötigen Services und technischen Plattformen an. Heute zählt getunik 42 Non-Profits als Kunden, die aktiv SMS-Spenden sammeln: von der Aids-Hilfe Schweiz über Caritas, Mensch-Tier-Spirits-Helvetia bis hin zum WWF Schweiz. Auch bei „Jeder Rappen zählt“ war 2011 Spenden via SMS möglich (Orange-Kunden).
Günstiger als Spendenaufrufe per Post
Der Grund für das grosse Interesse: SMS-Spenden ist heute wesentlich preiswerter als die herkömmlichen Postversände: Die Kosten pro Spende betragen – je nach Summe und Telecom-Provider – mindestens 2,8%, durchschnittlich aber nur 6,9% (bei einer Spende von CHF 10). Entsprechend fliesst ein grösserer Spendenanteil in die Projekte.
USA: "Bemerkenswerter Wandel im Spenden"
„Weihnachten 2011 dürfte den Durchbruch für SMS-Spenden markieren“, zeigt sich getunik-Experte Marco Zaugg überzeugt. Die Indizien für sein Urteil stammen aus den USA, oft Trendsetter in Internetfragen: nachdem das amerikanische Rote Kreuz 2010 verblüffende 32 Mio. USD via SMS für Haiti sammelte, sind heute über 1’000 Organisationen in USA aktiv.
Zudem ist es laut einer neuen Studie für „Amerikaner unter 40 Jahren ebenso wahrscheinlich, auf elektronischem Wege (SMS, Online) zu spenden, wie mit herkömmlichen Mitteln“. Dies fand die US-Marktforschungsorganisation „Pew Research Center“ in einer neuen Untersuchung im Nachgang zur Fukushima-Katastrophe heraus und konstatierte „einen bemerkenswerten Wandel im Spenden“. Insgesamt trafen in den USA 2011 bereits 8.3 % aller Fukushima-Spenden via SMS ein.
Zum Schweizer SMS-Spendenmarkt sind noch keine Zahlen erhältlich.
Weitere Informationen
- Das getunik-Angebot
- Studie des Pew Research Center
- American Red Cross
- "A Deluge of Donations via Text Messages" (New York Times)
- "The truth about mobile donations" (Mobile Commerce Daily)

Websites und Online-Kampagnen mit bleibender Wirkung: Referenz-Projekte im Detail

