Year-End-Fundraising –
das Jahresende hat das grösste Spendenpotenzial

Year-End-Fundraising – Zeit der Grosszügigkeit

Das Jahresende bietet Non-Profits die Möglichkeit, die Online-Spendeneinnahmen noch einmal anzukurbeln. Denn jetzt ist die Zeit der Großzügigkeit. Im DACH-RAUM wurden bereits 2016 knapp 35 % des Online-Spendenvolumens im Monat Dezember generiert. 10 % aller Online Einnahmen sogar in den letzten drei Tagen des Jahres. Dieses Potenzial gilt es richtig zu nutzen, um als Organisation davon zu profitieren. Der folgende Blogartikel soll dir einige Tipps und Tricks an die Hand geben, die dir dabei helfen, dich optimal auf deine Year-End-Kampagne vorzubereiten. Dich erwartet Folgendes:

Inhalt

  1. Was ist Year-End-Fundraising und warum sollte deine Organisation das keinesfalls verpassen?
  2. Was versteht man unter Giving Tuesday und warum bedarf dieser während des Year-End-Fundraising besonderer Beachtung?
  3. So wird dein Year-End-Fundraising erfolgreich.
  4. Checklist mit Key Takeaways.

1. Was ist Year-End-Fundraising und warum sollte deine Organisation das keinesfalls verpassen?

Was ist Year-End-Fundraising?
Year-End-Fundraising meint alle Spendenaufrufe und die damit einhergehenden Spendeneinnahmen zwischen Mitte November und Ende Dezember

Warum sollte es deine Organisation keinesfalls verpassen?
Dieses “Geben-Mindset” gilt es als Spendenorganisation zu nutzen, denn allein im Dezember geben Spendende ca. 80 % höhere Durchschnittsspenden (Quelle: Classy). Und wer glaubt, dass es sich nach Weihnachten nicht lohnt, weitere E-Mails zu verschicken, sei eines Besseren belehrt: 46 % der Year-End-Einnahmen werden nach Weihnachten generiert. Es lohnt sich also, auch zwischen Weihnachten und Neujahr am Ball zu bleiben. Darüber hinaus gehört eine Dankesmail im Januar zum guten Ton. Doch eins nach dem anderen. Widmen wir uns im nächsten Schritt zunächst dem Giving Tuesday. Dieser Tag spielt eine tragende Rolle in der gesamten Zeit des Year-End-Fundraising. Inwiefern und was genau das ist, wird im folgenden Kapitel klar.

2. Was versteht man unter Giving Tuesday und warum bedarf dieser während des Year-End-Fundraising besonderer Beachtung?

Was versteht man unter Giving Tuesday?
Der Giving Tuesday wird auch als der “Weltweite Tag des Gebens” gepriesen. Der Name ist Programm und dieses Programm entstand als Gegentrend zum konsumorientierten Black Friday. Ziel soll es sein, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für Solidarität und Helfen zu schaffen. Diese Philosophie ist im amerikanischen Raum bereits stark vertreten. Im DACH-Raum findet sie allmählich Anklang, wobei Deutschland noch am ehesten Aufholbedarf hat. Die Organisationen, die jetzt Vorreiter sind, legen wichtige Meilensteine auf dem Fundraiser-Markt im DACH-Raum. Der Giving Tuesday findet jedes Jahr am Dienstag nach dem Black Friday statt und bietet den idealen Startschuss für die Zeit des Year-End-Fundraising. Daher lohnt es sich, diesen Tag im Kalender zu markieren.

Warum bedarf der Giving Tuesday während des Year-End-Fundraising besonderer Beachtung?
Spender*innen, die sich wertgeschätzt fühlen, geben grosszügiger. Dafür bietet der Giving Tuesday die optimale Gelegenheit. Bevor du um etwas bittest, gib auch etwas an deine Unterstützer*innen zurück. Sie werden es dir danken. Aktuelle Zahlen belegen, dass 2,9 % aller Year-End-Einnahmen am Giving Tuesday generiert werden (Quelle Next After). Darin steckt noch mehr Potenzial, das es auszuschöpfen gilt. In den USA  erreichten die  Giving-Tuesday-Einnahmen während der letzten 6 Jahre ein Wachstum von 3700 %  (von $10 Mio. auf $380 Mio.). Davon abgesehen wurde der Hashtag “Giving Tuesday” 1.3 Milliarden mal genutzt und mittlerweile beteiligen sich 150 Länder an Giving-Tuesday-Aktionen. Der Giving Tuesday entwickelt sich zu einer internationalen Bewegung. Das ist für Spendenorganisationen deswegen von Bedeutung, da sie sich durch das Momentum der Bewegung sichtbar machen können und sich auf dieser Basis die Spendenbereitschaft erhöht.

3. So wird dein Year-End-Fundraising erfolgreich

Beginne zeitnah mit dem Year-End-Fundraising
Je früher, desto besser. Bestenfalls, wenn sich die Menschen auf das Jahresende einstimmen. Anfang November ist ein guter Richtwert oder, wie bereits erwähnt, der Giving Tuesday. 60 % der Year-End-Spenden werden ohne Recherche getätigt. Das bedeutet, dass die Organisationen die Spenden erhalten, die präsent sind. Deswegen ist es entscheidend, so früh wie möglich dafür zu sorgen, auf die mentale Liste der Spender*innen zu gelangen, und das am besten crossmedial. Du kombinierst verschiedene Kanäle und auch offline mit online. Über die gute alte Postkarte freuen sich deine Spender*innen auch immer wieder.

Baue eine Bindung zu deinen Spender*innen auf

Bleib über den gesamten Year-End-Fundraising-Zeitraum interessant
Die Devise lautet: Shine bright like a diamond! Vermeide Eintönigkeit und bleibe abwechslungsreich in deiner Kommunikation. Das bedeutet auch, dass dein Content gut ist. Das ist er dann, wenn er für deine Nutzer*innen relevant ist. Dazu zählen auch Erfolgsgeschichten, damit deinen Unterstützer*innen klar wird, welchen Input sie mit ihren Spenden leisten. Ganz wichtig: Bleib authentisch. Wenn du für gewöhnlich sparsam mit E-Mails umgehst, dann übertreibe es auch jetzt nicht, ansonsten wirkt es schnell inszeniert, und das ist dem Vertrauen abträglich. 

4. Key Takeaways

  • Baue Beziehungen auf: Rücke die User*innen ins Zentrum.

  • Sei persönlich: Nenne Namen in der Anrede (steigert Klickrate um bis zu 270 %). 

  • Sei abwechslungsreich: Damit bleibst du interessant.

  • Sei konsistent: Sende die gleiche Botschaft auf allen Kanälen.

  • Bleib authentisch: Werde eurer Organisation gerecht – das kommt bei den Unterstützer*innen gut an.

  • Teste alles: Es gibt viele Stellschrauben und Erfahrungswerte, die überraschen können.

  • Habe Mut zur Einfachheit: Verschicke auch reine Textmails, die wirken weniger werberisch und fallen im Postfach auf.

  • Erzeuge Emotionen mittels Storytelling: So kannst du bestmöglich an die Grosszügigkeit appellieren. 

  • Erzeuge Dringlichkeit: Zum Beispiel mit einem Countdown oder Fortschrittsbalken.