Website Relaunch: So gelingt’s

Mit dem richtigen Relaunchkonzept noch mehr Spender*innen erreichen

Wozu noch ein aufwendiger Website Relaunch in Zeiten von Social Media? Ganz einfach: Social Media ist der Teaser, der dich anpreist und Leads anlockt. Aber: Die Menschen erwarten von einem knalligen Teaser, dass er hält, was er verspricht. Hier kommt deine Website ins Spiel: Sie ist das Bindeglied zu deinen Besucher*innen. Hier zeigst du, wer du bist und was du kannst, und zwar in einem stimmigen Gesamtbild, das selbsterklärend ist. Du trittst mit deinen Besucher*innen in einen Dialog und baust Vertrauen auf, das bestenfalls mit einer Spende belohnt wird. Also: Setze die Segel, kenne deinen Kurs und hole dir die Spender*innen an Bord, die dir dabei helfen, deine Mission zu erfüllen. Begib dich mit uns auf die Relaunchreise und erfahre in diesem Blogartikel Folgendes:

Inhalt

1. Was dir vor dem Erstellen eines Relaunch-Konzepts klar sein muss.
2. Welche Fragen dein Relaunch-Konzept klären muss.
3. Wie du deine Website in puncto Fundraising und SEO optimierst.
4. Welche Fallstricke du während deines Relaunchs berücksichtigen solltest.

1. Was dir vor dem Erstellen eines Relaunch-Konzepts klar sein muss

Ein guter Relaunch braucht Zeit und Profis
Willkommen an Bord! Eine gute und eine schlechte Nachricht vorweg. Die schlechte: Ein Relaunch kann einer stürmischen Segeltour ähneln. Du gerätst aus dem Gleichgewicht und musst trotzdem deinen Kurs im Auge behalten. Dich übermannt eine Datenwelle nach der anderen und nach Luft schnappend rappelst du dich wieder auf. Und dieses Wechselspiel dauert gerne eine Weile an. Soll heißen: Du brauchst ein klares Ziel, einen langen Atem, starke Nerven und Zeit. Die gute Nachricht: Es wird sich lohnen! Am Ende schipperst du mit deinem gezähmten Boot seelenruhig durch die Google-Analytics-Meere. Dabei ist dein Data Scientist dein Kompass, der dir den Weg weist, denn er sieht, was deine Spender*innen brauchen.

2. Welche Fragen dein Relaunch-Konzept klären muss

Was und wen willst du mit deiner Website erreichen?
Bevor du deine Segel hisst, musst du wissen, wo du hinmöchtest. Frage dich: Was und wen will ich mit meiner Organisation erreichen? Was ist meine Unique Giving Proposition? Soll heißen: Was macht meine Organisation einzigartig und wie hilft mir die Website dabei, diese Einzigartigkeit zu kommunizieren? Welche Zielgruppe will ich ansprechen? Wie gewinne ich das Vertrauen und somit auch die Spende der Besucher*innen? Um diese Fragen so konkret wie möglich zu beantworten, hilft dir die Konstruktion von Personas. Konstruiere fiktive Personen deiner Zielgruppe und frage dich, welches Interesse diese Personen auf deiner Website verfolgen.

Wie verhalten sich Nutzer*innen auf deiner Seite?
Natürlich sind deine Personas konstruiert und die Annahmen zu ihrem Verhalten hypothetischer Natur. Um noch genauer herauszufinden, was deine potenziellen Spender*innen benötigen, um zu dir an Bord zu kommen, solltest du einen Blick auf ihr bisheriges Nutzerverhalten werfen. Dabei ist Google Analytics dein bester Berater. So kannst du einsehen, welche Teilseiten sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Insbesondere hier solltest du gute Landingpages entwickeln. Gut heißt: Egal von wo die Leute an Bord kommen, gehe auf das Bedürfnis ein, das deine Besucher*innen auf diese Landingpage gebracht hat. Und mache ihnen klar, welche Ziele du als Organisation hast und wie du sie erreichen willst. Schenke auch deiner internen Website-Suchfunktionenanalyse Aufmerksamkeit. Denn anhand dieser wird klar, was deine Nutzer*innen suchen, aber vielleicht nicht schnell genug finden. 

Weißt du, was deine Nutzer*innen brauchen?
Passe deine Website den Ergebnissen der Nutzeranalyse an. Biete so viele Infos wie nötig und so wenig wie möglich. Werfe überflüssigen Informationsballast über Bord und schneide deine Website auf die Bedürfnisse deiner potenziellen Spender*innen zu. Mithilfe einer Sitemap wird die Informationsarchitektur der Website spendenorientiert festgelegt. Das bedeutet, die Spender*innen wissen sofort, was deine Organisation macht, welches ihre Mission ist und warum mensch sie unterstützen sollte.

Gibst du deinen Nutzer*innen, was sie brauchen?
Nun weißt du, was deine Besucher*innen brauchen, um zu dir an Bord zu kommen. Prüfe im nächsten Schritt mithilfe einer User Story, ob die Website deine Besucher*innen optimal an die Hand nimmt. Frage dich, ob sie gut ans Ziel ihres Interesses navigiert und schlussendlich deine Unique Giving Proposition – mit einer Spende – supporten werden. Und hier kommen wir zu einem entscheidenden Punkt, der dich als Organisation betrifft: die Spendengenerierung. Was heißt es konkret, deine Website an die Bedürfnisse deiner Spender*innen anzupassen? Das erfährst du ausführlicher im folgenden Kapitel. Außerdem lernst du, wie deine Website im endlosen Meer des World Wide Web von noch mehr Spender*innen gefunden wird. 

3. Wie du deine Website in puncto Fundraising und SEO optimierst

Hole das beste aus deinem Fundraising heraus
Als Spendenorganisationen stehst du bei der Konzeption und Gestaltung deiner Website vor einer besonderen Herausforderung: Die Website soll möglichst viele Spenden generieren, obwohl die wenigsten Besucher*innen mit einer Spendenabsicht auf die Website gelangen. Diese müssen zuerst überzeugt werden, eine Spende zu tätigen. Das Dilemma dabei: Man darf weder zu aufdringlich sein noch zu unscheinbar wirken.

Ein klares Storytelling-Konzept sowie ausgeklügelte Gestaltungselemente helfen, hier die richtige Balance zu finden. Folgende Grundsätze solltest du dabei beachten:

Für eine persönliche Ansprache können auch individualisierte Inhalte konzipiert werden. Hierbei werden z. B. die Betragsvorschläge auf Basis der Sessiondaten und, wenn es sich um einen identifizierten Benutzer handelt, der Spender-History individualisiert. Es lohnt sich, genügend Zeit in die Konzeption und die Umsetzung des Fundraisingbereichs einer NGO-Website zu investieren. Denn jede Besucherin und jeder Besucher – sie alle sind potenzielle Spender*innen. Je nach Gesamttraffic reichen kleine Verbesserungen der Conversion Rate, um die Einnahmen signifikant zu steigern.  

Sorge dafür, dass du gefunden wirst
Was bringt dir eine sorgfältig durchdachte Website mit grandiosen Inhalten, wenn sie niemand findet? Genau. Nichts. Deshalb ist es wichtig, dass dich die Suchmaschinen finden. Das Schlüsselwort hierzu lautet: SEO (Search Engine Optimization). Das leidige Thema Suchmaschinenoptimierung löst vielfach Unbehagen aus. Aber so schlimm ist das gar nicht. Zunächst musst du wissen, woran eine Suchmaschine festmacht, ob deine Website gut ist, und dir somit die Ehre erweist, dich auf Seite 1 der Suchergebnisse zu platzieren. Laut statista.com war Google im August 2020 im weltweiten Desktop-Suchmaschinenmarkt mit einem Marktanteil von 86,81 Prozent, gemessen an den Page Views, Marktführer.  

Daher werde ich im Folgenden – angelehnt an eine Studie vom SEO-Tool-Anbieter SEMrush – Faktoren beschreiben, die Google signalisieren, dass deine Website gut ist: 

Mit den genannten Punkten aus Kapitel 1 bis 3 bleibst du auf Kurs, holst deine Spender*innen an Bord und gleitest mit ihnen entspannt durch das World Wide Web. Damit du dein Ziel auf direktem Weg erreichst, solltest du im letzten Kapitel einen Blick auf die Fallstricke werfen, die es zu umschiffen gilt.

4. Welche Fallstricke du während deines Website Relaunchs berücksichtigen solltest

Denke Text und Design immer zusammen
Es mag schön sein, wenn dein Boot einen hübschen Anstrich hat, nur bringt dir dieser wenig, wenn dein Steuerrad fehlt und du somit deine Reise nicht antreten kannst. Soll heißen: Achte nicht nur auf ein hübsches Design deiner Website, sondern denke stets Inhalt und Design zusammen. Gelangen deine Besucher*innen schnell und intuitiv zu ihrem Ziel oder müssen sie sich erst durch etliche Menüpunkte klicken? Mache es simpel und konzentriere dich auf das Wesentliche!

Bleibe auch in der Umbauphase sichtbar
Die Suchalgorithmen der Suchmaschinen sind Umbauarbeiten ein Dorn im Auge. Kein Link führt mehr zum gewünschten Ziel. Seiten mit Fehlermeldungen frustrieren die Besucher*innen und Suchmaschinen bestrafen dich mit einem schlechten Ranking. Um das zu vermeiden ist es umso wichtiger, dass die alten Seiten auf die neuen weiterleiten.

Sorge dafür, dass du auf allen Endgeräten funktionierst und gut aussiehst
Ein guter Relaunch sorgt auch dafür, dass der mobile Zugriff reibungslos verläuft und eine angenehme User Experience gewährleistet ist. Deshalb ist es wichtig, die Website an alle Endgeräte anzupassen – auch auf dem Mobiltelefon soll sie hübsch aussehen und funktional sein.

Halte deine Website aktuell
Der große Relaunch ist meist eine langwierige und kostspielige Angelegenheit. Diese Herausforderung kannst du umgehen, indem du deine Website stets auf dem Laufenden hältst und sie step by step optimierst.

Was für eine Reise! Halten wir noch einmal die wichtigsten Punkte fest:

Key Takeaways

  • Mach dir klar, was dein Ziel ist.

  • Was ist deine Unique Giving Propositionen – was macht deine Organisation einzigartig?

  • Kenne die Bedürfnisse deiner Nutzer*innen und bediene diese.

  • Generiere Spenden durch klares Storytelling und ausgeklügelte Gestaltungselemente.

  • Sei sichtbar.

  • Kenne und umschiffe Fallstricke.

Und nun wünschen wir dir ein fröhliches Aufbrechen in das Meer des World Wide Web. Ahoi!